KI im Dezember: was für den Mittelstand zählte
Zwei neue Modelle, ein gemeinsamer Standard für Agenten, ein Entwurf zur Kennzeichnung und eine Stellungnahme der Datenschützer: der Dezember im Rückblick.
Makrotrends · 5. Februar 2026

Fünf Ereignisse aus dem Januar sind für mittelständische Unternehmen wichtig, weil sie zeigen, wohin sich Werkzeuge, Risiken und Aufsicht bewegen.
Am 12. Januar stellte Anthropic mit Claude Cowork eine Vorschau für einen Agenten vor, der nicht nur Programmierern dient. Nutzer geben ihm einen Ordner auf dem Rechner und beauftragen ihn mit mehrstufigen Aufgaben. Anfangs war er nur für Max-Abonnenten auf macOS verfügbar, ab dem 16. Januar auch für Pro-Kunden. Anthropic weist selbst auf Risiken durch Prompt Injection hin.
Ende Januar wurde der Open-Source-Agent Clawdbot, zwischenzeitlich Moltbot und dann OpenClaw genannt, bekannt. Heise berichtete am 2. Februar über die Schwachstelle CVE-2026-25253 (Schweregrad 8,8 von 10), die mit Version 2026.1.29 behoben wurde. Am 3. Februar riet das BSI, den Dienst nur auf einem eigenen System oder in einer Sandbox zu betreiben und IT-Fachleuten zu überlassen.
Am 26. Januar eröffnete die EU-Kommission ein Verfahren nach dem Digital Services Act gegen X wegen des KI-Dienstes Grok. Es geht um sexualisierte Deepfakes und darum, ob X vor der Einführung eine Risikobewertung durchgeführt hat.
Am 27. Januar veröffentlichte Moonshot AI das Modell Kimi K2.5 mit offenen Gewichten. Es hat insgesamt eine Billion Parameter, davon etwa 32 Milliarden aktiv, und versteht Bilder und Text. Die Gewichte sind auf Hugging Face verfügbar.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten 2025 in Deutschland 26 Prozent der Unternehmen KI, bei den großen ab 250 Beschäftigten 57 Prozent, bei mittleren (50 bis 249) 36 Prozent und bei kleinen (10 bis 49) 23 Prozent. Das Bayerische Landesamt für Statistik meldete am 30. Januar für Bayern 29 Prozent.
Alle Angaben stammen aus den unten verlinkten Quellen. Zu den Sicherheitsmeldungen gilt: Die Lage kann sich schnell ändern, prüfen Sie daher aktuelle Hinweise des BSI und der Hersteller.
Agenten kommen zugänglicher in den Alltag, während die Regeln dafür noch fehlen. Legen Sie fest, wer im Haus Agenten ausprobieren darf, auf welchen Rechnern und mit welchen Daten. Und messen Sie Ihre eigene Nutzung an den Zahlen: Bei den mittleren Unternehmen liegt der Anteil höher, als viele annehmen.
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