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Makrotrends · 5. Februar 2026

KI im Januar: was für den Mittelstand zählte

Der Januar war der Monat der Agenten: Sie wurden zugänglicher und zugleich angreifbarer. Dazu kamen Regulierung und neue Statistik.
Ring aus Blättern und weißer Keramik vor dunkelgrünem Grund

Makrotrends 3 Min. Lesezeit Von Alexander Otto

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Fünf Ereignisse aus dem Januar sind für mittelständische Unternehmen wichtig, weil sie zeigen, wohin sich Werkzeuge, Risiken und Aufsicht bewegen.

Agenten für den Büroalltag

Am 12. Januar stellte Anthropic mit Claude Cowork eine Vorschau für einen Agenten vor, der nicht nur Programmierern dient. Nutzer geben ihm einen Ordner auf dem Rechner und beauftragen ihn mit mehrstufigen Aufgaben. Anfangs war er nur für Max-Abonnenten auf macOS verfügbar, ab dem 16. Januar auch für Pro-Kunden. Anthropic weist selbst auf Risiken durch Prompt Injection hin.

Ein Open-Source-Agent als Sicherheitsfall

Ende Januar wurde der Open-Source-Agent Clawdbot, zwischenzeitlich Moltbot und dann OpenClaw genannt, bekannt. Heise berichtete am 2. Februar über die Schwachstelle CVE-2026-25253 (Schweregrad 8,8 von 10), die mit Version 2026.1.29 behoben wurde. Am 3. Februar riet das BSI, den Dienst nur auf einem eigenen System oder in einer Sandbox zu betreiben und IT-Fachleuten zu überlassen.

Aufsicht über KI-Funktionen auf Plattformen

Am 26. Januar eröffnete die EU-Kommission ein Verfahren nach dem Digital Services Act gegen X wegen des KI-Dienstes Grok. Es geht um sexualisierte Deepfakes und darum, ob X vor der Einführung eine Risikobewertung durchgeführt hat.

Ein offenes Modell aus China

Am 27. Januar veröffentlichte Moonshot AI das Modell Kimi K2.5 mit offenen Gewichten. Es hat insgesamt eine Billion Parameter, davon etwa 32 Milliarden aktiv, und versteht Bilder und Text. Die Gewichte sind auf Hugging Face verfügbar.

Neue Zahlen zur KI-Nutzung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nutzten 2025 in Deutschland 26 Prozent der Unternehmen KI, bei den großen ab 250 Beschäftigten 57 Prozent, bei mittleren (50 bis 249) 36 Prozent und bei kleinen (10 bis 49) 23 Prozent. Das Bayerische Landesamt für Statistik meldete am 30. Januar für Bayern 29 Prozent.

Was daraus folgt

Alle Angaben stammen aus den unten verlinkten Quellen. Zu den Sicherheitsmeldungen gilt: Die Lage kann sich schnell ändern, prüfen Sie daher aktuelle Hinweise des BSI und der Hersteller.

Agenten kommen zugänglicher in den Alltag, während die Regeln dafür noch fehlen. Legen Sie fest, wer im Haus Agenten ausprobieren darf, auf welchen Rechnern und mit welchen Daten. Und messen Sie Ihre eigene Nutzung an den Zahlen: Bei den mittleren Unternehmen liegt der Anteil höher, als viele annehmen.

Quellen

Agenten im Unternehmen regeln

Wir klären mit Ihnen, wer was ausprobieren darf und wie Sie Risiken begrenzen.