Google I/O 2026: Wenn der persönliche KI-Agent im Hintergrund arbeitet
Google stellte auf der I/O den Agenten Gemini Spark und das Videomodell Gemini Omni vor. Was das für Unternehmen bedeutet.
Automatisierung · 24. Februar 2026

Im Januar und Februar haben Agenten viel Aufmerksamkeit bekommen, etwa durch Claude Cowork und durch den Sicherheitsfall OpenClaw. Alexander Otto, Gründer von brandnext, beantwortet drei Fragen dazu. Es sind seine Einschätzungen, keine Studienergebnisse.
Wenn eine Aufgabe aus mehreren Schritten besteht, jedes Mal ähnlich abläuft und ein Fehler nicht dramatisch ist. Ein Beispiel ist das Vorbereiten von Angebotsentwürfen aus Anfragen und Preislisten. Wo ein Fehler Geld kostet oder Kunden verärgert, gehört ein Mensch in die Freigabe. Für reine Einzelaufgaben genügt oft ein Assistent mit guter Anweisung. Ein Agent lohnt sich, wenn er Werkzeuge verbindet, die heute von Hand verknüpft werden.
So wenig wie möglich am Anfang. Lesen ist unkritischer als Schreiben, Entwerfen unkritischer als Senden, Vorschlagen unkritischer als Ausführen. Ich empfehle, die Rechte in Stufen zu erweitern und jede Stufe erst nach einigen Wochen mit guten Stichproben freizugeben. Wer einem Agenten gleich vollen Zugriff auf Postfach und Dateien gibt, lernt das nur durch einen Fehler.
Immer das Unternehmen und dort eine benannte Person. Man kann Aufgaben an einen Agenten delegieren, nicht die Verantwortung. Deshalb gehören zu jedem Agenten ein Verantwortlicher, ein Protokoll seiner Aktionen und ein Weg, ihn schnell zu stoppen.
Sie zeigen, dass Agenten mit Zugriff auf viele Systeme ein attraktives Ziel für Angreifer sind. Das BSI rät bei OpenClaw zu einer eigenen Umgebung oder Sandbox. Dieser Gedanke gilt allgemein: Agenten gehören in eine abgegrenzte Umgebung mit eigenen Zugängen.
Einer mit lesendem Zugriff und klarer Prüfung. Zum Beispiel ein Agent, der eingehende Anfragen sortiert und eine Antwort vorschlägt, die ein Mensch freigibt. Er erledigt Vorarbeit, sendet aber nichts selbst. Nach einigen Wochen lässt sich beurteilen, wie oft der Vorschlag passt, und dann kann man über mehr Freiheit sprechen.
Zum Schluss ein Hinweis aus der Praxis: Schulen Sie die Beteiligten im Umgang mit Fehlern des Agenten. Wer weiß, woran man falsche Ergebnisse erkennt und wen man informiert, entdeckt Probleme früher und meldet sie eher.
Wenn Sie nur eine Sache mitnehmen: Fangen Sie klein an, messen Sie, und erweitern Sie Rechte nur gegen Belege.
brandnext
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